willi klein
20.07.2008, 15:11
Zitat von Sunygirl/ Profilnachricht:
"moin wie funkt der Raumm über die Psychologie denn?willda ne diskussion über die diagnsoe Mansich depresivsion reiinhaben udn wie leute dazu setehn udn dneken?wie geth das?lg svenja"
Auf Anregung von Sunygirl hätten wir hier in der Diskussions und Debattenecke das erste Thema...
Ich muß zugeben, daß ich mich mit diesem Thema noch nicht genauer beschäftigt und als erste Informationsstelle im Wikipedia nachgeschaut habe.
Und eine kleine Einführung kann ja nicht schaden...
"Psychische Niedergeschlagenheit" kennt und hat wahrscheinlich jeder mal.
Eine Depression, die die Lebensqualität stark vermindert und dies gar dauerhaft, ist als Krankheit anerkannt und kann relativ gut behandelt werden (vorausgesetzt sie wird erkannt).
Wobei die Diagnose allein nach den Symptomen und dem Verlauf gestellt wird.
Die "manisch-depressive Erkrankung" (frühere Bezeichnung; heute: bipolare affektive Störung) nun, ist da seltener.
Diese Form der psychischen Erkrankung unterscheidet sich von der Depression dadurch, daß sie sich nicht nur auf die psychische Niedergeschlagenheit beschränkt, sondern in einer bipolaren Schwankung zwischen Depression und Manie auftritt.
Die Manie (griech. mania = die Raserei) bezeichnet einen Zustand, in der die Stimmung und der Antrieb weit über ein Normalniveau liegt.
"Kriterien für eine manische Phase:
A. Eine ausgeprägte Periode abnormer und ständiger gehobener, überschwänglicher oder gereizter Stimmung, die über 1 Woche dauert (oder Krankenhausaufenthalt).
B. Während der Periode der Stimmungsstörung halten drei (oder mehr) der folgenden Symptome bis zu einem bedeutsamen Grad beharrlich an (vier, falls die Stimmung nur gereizt ist):
Übertriebene Selbstachtung oder Großartigkeit
Abnehmendes Bedürfnis nach Schlaf (z. B. fühlt sich erholt nach nur 3 Stunden Schlaf)
Gesprächiger als üblich oder Druck, zu reden
Ideenflucht oder subjektive Erfahrung, dass die Gedanken rasen
Zerstreutheit (Aufmerksamkeit wird zu leicht zu unwichtigen oder belanglosen externen Reizen gezogen)
Zunahme zielgerichteter Aktivitäten (entweder sozial, am Arbeitsplatz oder in der Schule oder sexuell) oder psychomotorische Unruhe
Exzessive Vergnügungen, die ein hohes Potential an schmerzhaften Konsequenzen haben (z. B. ungehemmter Kaufrausch, sexuelle Taktlosigkeiten, oder törichte geschäftliche Investitionen).
C. Die Symptome treffen nicht zusammen mit den Kriterien einer gemischten Episode.
D. Die Stimmungsstörung ist hinlänglich schwer, um eine ausgeprägte Beeinträchtigung in beruflichen Aufgabengebieten oder unübliche soziale Aktivitäten oder Beziehungen mit anderen zu bewirken oder einen Krankenhausaufenthalt zu erfordern, um zu verhindern, sich selbst oder andere zu schädigen oder bei anderen psychotischen Merkmalen.
E. Die Symptome sind nicht durch direkte physiologische Effekte einer Substanz (z. B. Drogenmissbrauch, Medikamente oder andere Behandlungen) oder eine generelle medizinische Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse) verursacht.
...
Kriterien für eine depressive Phase:
A. Fünf (oder mehr) der folgenden Symptome sind während der gleichen 2-Wochen-Periode vorhanden und bedeuten einen Wechsel von früheren Tätigkeiten.
depressive Stimmung fast den ganzen Tag, beinahe jeden Tag, angezeigt entweder durch subjektiven Bericht (fühlt sich z. B. traurig oder leer) oder durch Beobachtung anderer (erscheint z. B. weinerlich). Anmerkung: Bei Kindern und Heranwachsenden kann eine gereizte Stimmung vorliegen.
deutlich vermindertes Interesse oder Freude bei allen, oder beinahe allen Aktivitäten fast den ganzen Tag, beinahe jeden Tag (angezeigt entweder durch eigenen Bericht oder Beobachtungen anderer)
erheblicher Gewichtsverlust ohne Diät oder Gewichtszunahme (z. B. eine Veränderung des Körpergewichts um mehr als 5 % in einem Monat) oder Ab- oder Zunahme des Appetits beinahe jeden Tag.
Schlaflosigkeit oder übersteigertes Schlafbedürfnis beinahe jeden Tag.
psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung fast jeden Tag (beobachtet durch andere, nicht nur subjektive Gefühle der Ruhelosigkeit oder der Erschöpfung).
Erschöpfung oder Verlust der Energie beinahe jeden Tag.
Gefühle der Wertlosigkeit oder der ausgeprägten oder unangemessenen Schuld (die auf einer Selbsttäuschung beruhen mag) beinahe jeden Tag (nicht nur Selbstvorwurf oder Schuld daran, krank zu sein)
verminderte Fähigkeit, zu denken oder sich zu konzentrieren, oder Unentschlossenheit beinahe jeden Tag (entweder durch subjektiven Bericht oder Beobachtung anderer)
wiederkehrende Todesgedanken (nicht angemessene Furcht zu sterben), wiederkehrende Suizidgedanken ohne spezifischen Plan, oder ein Suizidversuch oder ein präziser Plan zum Suizid
B. Die Symptome treffen nicht zusammen mit den Kriterien für eine gemischte Phase.
C. Die Symptome verursachen klinisch bedeutsame Schmerzen oder eine Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Aufgabengebieten.
D. Die Symptome beruhen nicht auf einem direkten physiologischen Effekt einer Substanz (z. B. einem Drogenmissbrauch, einer Medikation) oder einer generellen medizinischen Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse)
E. Die Symptome werden hervorgerufen durch Trauerfälle, z. B. dem Verlust einer geliebten Person. Die Symptome dauern länger als 2 Monate oder sind durch eine ausgeprägte funktionale Beeinträchtigung gekennzeichnet, krankhafte Beschäftigung mit Wertlosigkeit, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen oder psychomotorischer Verlangsamung."
(Artikel Bipolare Störung. In Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Juli 2008, 22:29 Uhr.
Url:http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung (http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung)
Abgerufen: 20. Juli 2008, 14:00 Uhr)
Weitere interessante Aspekte zu diesem Thema wären die Ursachen durch
-Erblichkeit
-biologische Faktoren
-psychosoziale Faktoren
-Lebenswandel
Desweiteren...
-die Behandlungsmöglichkeiten,
-die Auswirkungen ungünstiger Verläufe und
-die mit dieser Krankheit oft einhergehende Stigmatisierung
Wichtig und erwähnenswert ist auch, daß es hierzu Selbsthilfegruppen und Vereine gibt, an die man sich wenden kann und die auch auf eine Entstigmatisierung hinwirken...
Ich denke, daß eine kleine Aufklärung vielleicht hilfreich ist, wenn man bedenkt, daß
es Menschen gibt, die mit den Betroffenen in irgendeinerweise zu tun haben und oft auch darunter leiden und die Thematik vielleicht überhaupt nicht kennen (selbst unter Ärzten wird es oft vernachlässigt).
Falls euch das Thema interessiert, empfehle ich euch als Einstieg den Artikel
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung)
...die ich hier auch als Quelle verwendet habe.
(..jetzt geh ich erstmal nen Kaffee trinken)...
"moin wie funkt der Raumm über die Psychologie denn?willda ne diskussion über die diagnsoe Mansich depresivsion reiinhaben udn wie leute dazu setehn udn dneken?wie geth das?lg svenja"
Auf Anregung von Sunygirl hätten wir hier in der Diskussions und Debattenecke das erste Thema...
Ich muß zugeben, daß ich mich mit diesem Thema noch nicht genauer beschäftigt und als erste Informationsstelle im Wikipedia nachgeschaut habe.
Und eine kleine Einführung kann ja nicht schaden...
"Psychische Niedergeschlagenheit" kennt und hat wahrscheinlich jeder mal.
Eine Depression, die die Lebensqualität stark vermindert und dies gar dauerhaft, ist als Krankheit anerkannt und kann relativ gut behandelt werden (vorausgesetzt sie wird erkannt).
Wobei die Diagnose allein nach den Symptomen und dem Verlauf gestellt wird.
Die "manisch-depressive Erkrankung" (frühere Bezeichnung; heute: bipolare affektive Störung) nun, ist da seltener.
Diese Form der psychischen Erkrankung unterscheidet sich von der Depression dadurch, daß sie sich nicht nur auf die psychische Niedergeschlagenheit beschränkt, sondern in einer bipolaren Schwankung zwischen Depression und Manie auftritt.
Die Manie (griech. mania = die Raserei) bezeichnet einen Zustand, in der die Stimmung und der Antrieb weit über ein Normalniveau liegt.
"Kriterien für eine manische Phase:
A. Eine ausgeprägte Periode abnormer und ständiger gehobener, überschwänglicher oder gereizter Stimmung, die über 1 Woche dauert (oder Krankenhausaufenthalt).
B. Während der Periode der Stimmungsstörung halten drei (oder mehr) der folgenden Symptome bis zu einem bedeutsamen Grad beharrlich an (vier, falls die Stimmung nur gereizt ist):
Übertriebene Selbstachtung oder Großartigkeit
Abnehmendes Bedürfnis nach Schlaf (z. B. fühlt sich erholt nach nur 3 Stunden Schlaf)
Gesprächiger als üblich oder Druck, zu reden
Ideenflucht oder subjektive Erfahrung, dass die Gedanken rasen
Zerstreutheit (Aufmerksamkeit wird zu leicht zu unwichtigen oder belanglosen externen Reizen gezogen)
Zunahme zielgerichteter Aktivitäten (entweder sozial, am Arbeitsplatz oder in der Schule oder sexuell) oder psychomotorische Unruhe
Exzessive Vergnügungen, die ein hohes Potential an schmerzhaften Konsequenzen haben (z. B. ungehemmter Kaufrausch, sexuelle Taktlosigkeiten, oder törichte geschäftliche Investitionen).
C. Die Symptome treffen nicht zusammen mit den Kriterien einer gemischten Episode.
D. Die Stimmungsstörung ist hinlänglich schwer, um eine ausgeprägte Beeinträchtigung in beruflichen Aufgabengebieten oder unübliche soziale Aktivitäten oder Beziehungen mit anderen zu bewirken oder einen Krankenhausaufenthalt zu erfordern, um zu verhindern, sich selbst oder andere zu schädigen oder bei anderen psychotischen Merkmalen.
E. Die Symptome sind nicht durch direkte physiologische Effekte einer Substanz (z. B. Drogenmissbrauch, Medikamente oder andere Behandlungen) oder eine generelle medizinische Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse) verursacht.
...
Kriterien für eine depressive Phase:
A. Fünf (oder mehr) der folgenden Symptome sind während der gleichen 2-Wochen-Periode vorhanden und bedeuten einen Wechsel von früheren Tätigkeiten.
depressive Stimmung fast den ganzen Tag, beinahe jeden Tag, angezeigt entweder durch subjektiven Bericht (fühlt sich z. B. traurig oder leer) oder durch Beobachtung anderer (erscheint z. B. weinerlich). Anmerkung: Bei Kindern und Heranwachsenden kann eine gereizte Stimmung vorliegen.
deutlich vermindertes Interesse oder Freude bei allen, oder beinahe allen Aktivitäten fast den ganzen Tag, beinahe jeden Tag (angezeigt entweder durch eigenen Bericht oder Beobachtungen anderer)
erheblicher Gewichtsverlust ohne Diät oder Gewichtszunahme (z. B. eine Veränderung des Körpergewichts um mehr als 5 % in einem Monat) oder Ab- oder Zunahme des Appetits beinahe jeden Tag.
Schlaflosigkeit oder übersteigertes Schlafbedürfnis beinahe jeden Tag.
psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung fast jeden Tag (beobachtet durch andere, nicht nur subjektive Gefühle der Ruhelosigkeit oder der Erschöpfung).
Erschöpfung oder Verlust der Energie beinahe jeden Tag.
Gefühle der Wertlosigkeit oder der ausgeprägten oder unangemessenen Schuld (die auf einer Selbsttäuschung beruhen mag) beinahe jeden Tag (nicht nur Selbstvorwurf oder Schuld daran, krank zu sein)
verminderte Fähigkeit, zu denken oder sich zu konzentrieren, oder Unentschlossenheit beinahe jeden Tag (entweder durch subjektiven Bericht oder Beobachtung anderer)
wiederkehrende Todesgedanken (nicht angemessene Furcht zu sterben), wiederkehrende Suizidgedanken ohne spezifischen Plan, oder ein Suizidversuch oder ein präziser Plan zum Suizid
B. Die Symptome treffen nicht zusammen mit den Kriterien für eine gemischte Phase.
C. Die Symptome verursachen klinisch bedeutsame Schmerzen oder eine Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Aufgabengebieten.
D. Die Symptome beruhen nicht auf einem direkten physiologischen Effekt einer Substanz (z. B. einem Drogenmissbrauch, einer Medikation) oder einer generellen medizinischen Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse)
E. Die Symptome werden hervorgerufen durch Trauerfälle, z. B. dem Verlust einer geliebten Person. Die Symptome dauern länger als 2 Monate oder sind durch eine ausgeprägte funktionale Beeinträchtigung gekennzeichnet, krankhafte Beschäftigung mit Wertlosigkeit, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen oder psychomotorischer Verlangsamung."
(Artikel Bipolare Störung. In Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Juli 2008, 22:29 Uhr.
Url:http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung (http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung)
Abgerufen: 20. Juli 2008, 14:00 Uhr)
Weitere interessante Aspekte zu diesem Thema wären die Ursachen durch
-Erblichkeit
-biologische Faktoren
-psychosoziale Faktoren
-Lebenswandel
Desweiteren...
-die Behandlungsmöglichkeiten,
-die Auswirkungen ungünstiger Verläufe und
-die mit dieser Krankheit oft einhergehende Stigmatisierung
Wichtig und erwähnenswert ist auch, daß es hierzu Selbsthilfegruppen und Vereine gibt, an die man sich wenden kann und die auch auf eine Entstigmatisierung hinwirken...
Ich denke, daß eine kleine Aufklärung vielleicht hilfreich ist, wenn man bedenkt, daß
es Menschen gibt, die mit den Betroffenen in irgendeinerweise zu tun haben und oft auch darunter leiden und die Thematik vielleicht überhaupt nicht kennen (selbst unter Ärzten wird es oft vernachlässigt).
Falls euch das Thema interessiert, empfehle ich euch als Einstieg den Artikel
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung)
...die ich hier auch als Quelle verwendet habe.
(..jetzt geh ich erstmal nen Kaffee trinken)...