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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geburtstag


bakerboy
01.08.2008, 08:55
Ich zähme Schmetterlinge damit sie dir ein Schlaflied singen und du nicht mehr von so Vergangenem träumen musst. Diese will ich dir heute schenken.

Einst hab ich dein Herz besetzt und mich darin verschanzt bis du mich aus der Tür geworfen hast und ich im Vorgarten der Zärtlichkeit stand.

Meine Sachen gepackt und ausgezogen in die gepriesene Freiheit, zurückgelassen nur die Dinge die man nicht mitnehmen kann.

Kindertränen und Sehnsüchte ins Fenster gestellt lassen mich keinen Blick zurückwerfen, zu gross ist die Angst.

Von einem fernen Hügel dann sah ich wie Neue einzogen in mein Zuhause, Platz nahmen am Tisch wo mein Teller stand, gefüllt mit deiner Liebe.

In Gedanken sah ich sie daran ersticken, sah sie die kalten Brocken hinaufwürgen. Sah zu wie sie ihren letzten Atem vor deine Füsse warfen.

In Wahrheit saß ich einfach nur da und hab zugesehen wie sie sich labten an deiner Brust. Der Schrei in mir war zu schwer um aus meinem Mund zu dringen.

Heute wird bei uns gefeiert und ich stehe wieder im Vorgarten, die Türe ist zu, das Fenster steht leer und ich male bunte Klangfarben auf den Rahmen mit meiner leisen Bitte.

Doch keiner schließt auf, Kinderatem erlischt die Kerzen auf einer zu kleinen Torte. „Es ist nicht genug für alle“ denke ich in mich hinein und lasse die Schmetterlinge frei.

tränchen
01.08.2008, 20:48
1. strophe: das bild gefällt mir
2. strophe: herz=haus, die idee naja, aber super umgesetzt
5. strophe: finde ich für das gedicht zu abgedroschen, also mit: Platz nahmen am Tisch wo mein Teller stand, gefüllt mit deiner Liebe.
6. strophe: im gegensatz zu den anderen sehr krass formuliert, gibt einer bruch im gedicht, der aber nicht aus dem geschehen heraus bricht, sondern eher die situation unterstreicht.

verwendest schöne bilder, aber fand es ein bischen holprig zu lesen, trotzdem gefällt es mir sehr gut

Caty
03.08.2008, 08:47
So richtig erwärmen kann ich mich für dieses Gedicht nicht. Und das liegt weitgehend an der unverdichteten Sprache, mitunter sogar floskelhaft angeschwollen (Sah zu, wie sie deinen letzten Atem vor deine Füße warfen, oder: Der Schrei in mir war zu schwer, um aus meinem Mund zu dringen). Das sind keine verständlichen, sondern ungeschickte Bilder. Du willst etwas sagen, vielleicht hat es sogar autobiographische Wurzeln, ich versteh es ja teilweise, aber als poetisch kann ich das nicht empfinden, sosehr ich es auch möchte. Die Sprache verhindert geradezu, dass ich dem Gedicht gedanklich und inhaltlich nähertreten möchte. Und das finde ich sehr schade.

Liebe Grüße, Caty