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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gedicht arbiträr.


atti
12.09.2008, 16:48
arbiträr.


blau-grün verschwimmt grau vor meinen Augen Abendhimmel
für eine Nacht der Gedanken, die dankend denkend
Kreise um mich schlagen, deren Zirkel ohne Ende
jeden Anfang leugnen und mich mit dem runden
Mond verhöhnen.
ohne Ein und Aus gestehe ich mir ein, dass aus
uns viel zu viel für feste Sätze springt und
gebe mich dem Schauen hin und finde mich
hypnotisiert von all dem Glänzen aller Dinge,
all dem Dingen allen Glanzes, jenem Unsinn
dieses Nichts.
Alles.

druckfehler
22.09.2008, 19:45
recht gut beschrieben, dafür, dass du einen Denkprozess beschreibst, der sich nicht in Sätze fassen lässt ;)
wem und warum danken die Gedanken?
Kreise um mich schlagen, deren Zirkel ohne Ende
jeden Anfang leugnen und mich mit dem runden
Mond verhöhnen.
kenne das Gefühl und finde es sehr eindrücklich beschrieben.
dein letzes "Alles." verstehe ich nicht, oder zumidest ncht, warum es da so einsam in seiner Zeile steht und auch noch gerade am Schluss. Was hat es damit auf sich?

atti
25.09.2008, 19:39
Nichts. Alles. Alles klar? Nicht? Hm. ;)

Ich danke jedenfalls--

Tom
25.09.2008, 20:10
Ich hätte ähnlich wie fehler gefragt und bin ob Atti's Antwort nicht unglücklich es nicht getan zu haben.
Die kurzen, genialen Momente in den Zeilen wirken doch wohl eher wie Zufallstreffer im Nebel, wenn man es mal richtig auf sich wirken lässt.
Schade, da wäre viel mehr drin gewesen.

Gruß,
Tom

atti
27.09.2008, 15:47
Ich hätte ähnlich wie fehler gefragt und bin ob Atti's Antwort nicht unglücklich es nicht getan zu haben.

Was fehlt meiner Antwort denn, um sie befriedigender zu machen? Ich kann ja nicht entscheiden, wie das "Alles." in eine Interpretation des Gedichtes passt, die mir nahezu unbekannt ist. Was ich tun könnte, ist natürlich, eine eigene Interpretation in den Raum zu stellen. Allerdings halte ich nicht unbedingt viel davon, als Autor eine Interpretation geradezu vorzugeben.


Die kurzen, genialen Momente in den Zeilen wirken doch wohl eher wie Zufallstreffer im Nebel, wenn man es mal richtig auf sich wirken lässt.
Schade, da wäre viel mehr drin gewesen.

Da interessiert mich eine tiefgreifendere Ausführung. Zufallstreffer im Nebel? Warum Nebel? Warum Zufallstreffer? Das lyrische Ich ist also nicht Herr seiner Sinne?
Da wäre viel mehr drin gewesen? Was ist denn für dich überhaupt drin und was wäre dieses "mehr"?

Erquickende Grüße,
atti