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Arg gewöhnlich
Des Dichters Leid ist unvergleichlich,
So bar des Lebens, arm an Trost,
So wie der Sturm, der wütend tost
Und Au wie Wald so rau liebkost.
Des Dichters Leid ist unvergleichlich!
Des Dichters Seel ist einzigartig,
So fern der Welt, stumm wie ein Schrei,
So wie der Schall, der stob entzwei
Und Geist wie Herz so narrt dabei.
Des Dichters Seeĺ ist einzigartig!
Des Dichters Lieb ist ohne Gleichen,
So voll der Furcht, hell wie die Sonn,
So wie das Wachs, das leis zerronn
Und Haut wie Haar so heiß besponn.
Des Dichters Lieb ist ohne Gleichen!
Der Dichter selbst ist arg gewöhnlich,
So leer der Blick, so blass die Haut,
So wie die Nacht die dunkel taut
Und Licht, wie Glück so leis beschaut.
Der Dichter selbst ist arg gewöhnlich!
druckfehler
06.10.2008, 21:21
"Der Wachs" müsste "das Wachs" heißen, oder? Die Kommasetzung hat mich an 2 Stellen etwas in die Irre geführt, weiß nicht ob das so sein soll?
Und Au, wie Wald so rau liebkost.
Und Geist, wie Herz so narrt dabei.
Die Ellision zu "Sonn" finde ich etwas arg, ansonsten ist an den Reimen nichts auszusetzen.
Inhaltlich finde ich die erste Strophe sehr stark. Schönes Bild des bittersüßen Leids als rauh liebkosender Sturm.
Strophe 2 kann ich inhaltlich nicht ganz nachvollziehen. Der Schrei ist ein stummer Schall? Und unter narrendem Herz und Geist kann ich mir auch wenig vorstellen.
Auch mit Strophe 3 hatte ichanfänglich so meine Probleme. Was du hier beschreibst würd ich als Leidenschaft beschreiben, Lieb ist so ei zahmes Wort.
Eine schöne Pointe, die mich zum schmunzeln bringt. :) Das witzige darin liegt gerade in der diskrepanz zwischen den poetischen Bildern und der Gewöhnlichkeit als blasser, übernächtigter Mensch, in dem ich mir deinen Dichter vorstelle. Leise tauende Nacht, wow... Hat auch ein Weilchen gedauert, bis ich verstanden hab, dass sich die Nacht wohl auf die Augen (wahrscheinlich inklusive Augenränder :D) bezieht und das Licht auf die Haut. Könnte daran liegen, dass ich bisschen müde bin un auf dem Schlauch stehe.
Hey Tom - diesmal enttäuscht Du mich - umgekehrte Rolle also. Sicher, der Inhalt ist schön verpackt und die Reime sind natürlich treffend und auch abwechslungsreich! Das Versmaß (hab es nicht nachgezählt) sicher makellos! ABER: Die Widerholungen find ich doof - die letzte Strophe entzieht sich mir vollends... Die erste find ich sehr gut gelungen, die 2. braucht das Werk gar nicht... Die 3. schon aber das ist mir diesmal auch eher: Mit aller Wucht einen Sinn hinen bringen!
Da kann ich höchstens eine 3+ für geben... Ich weis aber, dass Du mit sowas nicht zufrieden bist! Ist nicht Dein Bestes, meiner Meinung nach - aber warum solltest auch Du nicht mal daneben greifen!
Wie immer: Nix für ungut!
Das bringt mich jetzt wirklich zum herzhaften Lachen, Seebald dass wir uns quasi zeitgleich Noten geben und dann auch noch fast die gleichen.
Die Strophen hat fehler ja, wenn auch nicht ausführlich erklärt, so doch richtungsweisend gedeutet. Wenn Du magst dann orientiere Dich daran, wenn nicht, dann nicht. ;-)
Cyparis, Danke fürs gefallen.
LG,
Tom
Hab Dich überbewertet!!! Wirst, ob des hohen Klassendurchschnitts, auch auf 3- gesetzt!!!!! DAS haste jetzt davon!!! Guck Dir mal die anderen an, die ich heute niederrotzte! Die sind noch vieeeeel schlechter als das mit dem ollen Gram!
Du Miesepeter Du - hab Dich vermisst!
Gruß,
Seebald!
Eine schöne Pointe, die mich zum schmunzeln bringt. :) Das witzige darin liegt gerade in der diskrepanz zwischen den poetischen Bildern und der Gewöhnlichkeit als blasser, übernächtigter Mensch, in dem ich mir deinen Dichter vorstelle. Leise tauende Nacht, wow... Hat auch ein Weilchen gedauert, bis ich verstanden hab, dass sich die Nacht wohl auf die Augen (wahrscheinlich inklusive Augenränder :D) bezieht und das Licht auf die Haut. Könnte daran liegen, dass ich bisschen müde bin un auf dem Schlauch stehe.
Wollte immer wieder mal antworten, kam aber nicht dazu, jetzt abba....
Schön wenn Dir die Pointe was sagt....
Danke für den "Treffer" Nacht = Augen & Licht = Haut. Ich dachte schon ich schreibe so dass es niemand auseinander bröseln kann oder will.
LG,
Tom
Lieber Tom,
also mir gefällts. Gerade die letzte Strophe versöhnt mich, die brauchts unbedingt. Ich dachte beim Lesen, hier sei ein "Herrenreiter" am Werk, der dem Dichter alles Überirdische der Welt zuschreiben würde, quasi die Auserwähltheit unter gewöhnlichen Sterblichen. Das hast du gut hingekriegt. Noch besser hätte mir aber gefallen, wenn du in der letzten Strophe nicht unbedingt ins Extrem geraten wärst, ich glaube, die Mitte, das nicht Auffällige träfe es eher. So hat die letzte Strophe nämlich nur den Wert einer rüpligen Pointe.
Liebe Grüße, Caty
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