Tom
09.10.2008, 21:12
Hier sind Eure Nominierungen für den vergangenen Monat. Viel Spass beim abstimmen!
Verborgene Sehnsucht von Mona Engel
Hinter den geschlossenen Lidern
hält die Sehnsucht sich versteckt,
doch in meinen klaren Augen
hast du sie noch nie entdeckt.
Denn am Tage bin ich wachsam
zeige nur den äußeren Schein,
wenn die Nacht mich sanft umfängt
fangen mich die Träume ein.
Erfüllen mir geheime Wünsche,
die nach Zärtlichkeit und Glück,
doch wenn ich die Augen öffne
kehrt die Wirklichkeit zurück.
Irgendwann wird dieses Sehnen
nicht mehr zu verbergen sein,
du wirst in meinen Augen lesen
ich geh - und lasse dich allein.
Loszeit von druckfehler
Deine Schönheit, sagt er ihr, ist zeitlos. In die Hand
drückt er ihr den Strauß aus
bunten Blättern. Zeit
zu gehen, denkt das Mädchen und es schweigt.
Er läuft schon leicht gebückt, dabei hat er sein Leben lang
die Blätter nur vom Baum
gepflückt. Das Mädchen
schweigt und bleibt zurück; der Weg ist nicht mehr weit genug für zwei.
Nocturne von Lauschi
Bei Chopin, sagtest du einst,
während du die Tasten anschlugst,
wird mir immer warm ums Herz.
Und plötzlich ist sie wieder da -
kaum zu ertragende Wehmut in staubigen Räumen.
So muss Herbst klingen.
Töne schweben wie Blätter durch die Luft,
bevor sie langsam, fast anklagend,
zu meinen Füßen niedersinken.
Was bleibt, sind welke Erinnerungen
und der Staub auf deinem Klavier.
Verfolgung von tränchen
Nehmt eure Mistgabeln,
Steckt die Fackeln an,
Verfolgt mich durch die Nacht,
Bäume bilden einen Kreis.
Habt ihr, ihr Menschen, schon
das Feuer erglimmen lassen?
Mein Saum ist befleckt
von der nassen Erde,
die ihr beregnet habt,
mit eurem Stolz – deren Blut.
Bin ich die einzige Hexe,
die auf Erden wandert?
Ihr fesselt mich an einem Stamm,
Das Feuer schon ein Meter hoch,
lachend zeigt ihr eure Zähne,
vergilbt von euren unreinen Seelen,
Müsstet ihr nicht neben mir,
Hand in Hand, hier stehen?
Noch einmal von Mona Engel
Erwache in zerwühlten Kissen,
noch traumbeladen
in der Sehnsucht gefangen,
die mich zu dir führte.
Will mich fallen lassen,
wieder zurückgleiten
in die Träume,
um dir noch einmal
in Gedanken
so nahe sein zu können.
Soldatenfriedhof von Caty
Windgestromte Zeit.
Hoch stand
Der weiße Mond, als sie
Die Mädchen küssten.
Blutwellen.
Sie zählten das Leben
Nach Stunden, nicht Tagen,
Nicht Jahren.
Wehende Kreuze.
Unter Steine Gefallene.
Bebend hängt ein Lied
In den Birken.
Baumkronenrausch von jupiter
In Höhe sitzend
Fliegen
Trauben von Köpfen
die Zuckerwatte
lieben.
Flatterndes Haar im Wind,
zappelnder Schuh vom Kind,
Ketten sich drehen geschwind.
Den Vögeln beglückt
konkurrieren
in duftenden Mandeln
die Zeit
verlieren.
Bruzzelnde Pfannen wenden,
Pommes die niemals enden,
Leben in winzigen Händen.
Die Kronen der Bäume
berühren
Blätter vom Herbst
im Kreise
verführen.
Rauschende Sinne im Glück,
der Weg zur Kindheit zurück,
ein freudiges kurzes Stück.
Stalingrad von Vidar
Marschieren in Reih und Glied!
Zur Wolga, auf zu Stalins Stadt!
Rechte Deutsche zieht!
Nach Stalingrad, macht Hitler satt!
So ziehen sie, uniformiert,
Für den Führer, jenes Ungeheuer.
So ziehen sie, uninformiert,
Ostwärts, in das Fegefeuer.
Kämpft in Eis und Schnee!
Kämpft, kämpft bis zum Schluss!
Klaget jetzt nicht Weh!
Kämpft bis zum letzten Schuss!
So sterben sie, uniformiert,
Sinnlos, für Hitlers Saga.
So sterben sie, uninformiert,
In Stalingrad, erschöpft und mager.
Verborgene Sehnsucht von Mona Engel
Hinter den geschlossenen Lidern
hält die Sehnsucht sich versteckt,
doch in meinen klaren Augen
hast du sie noch nie entdeckt.
Denn am Tage bin ich wachsam
zeige nur den äußeren Schein,
wenn die Nacht mich sanft umfängt
fangen mich die Träume ein.
Erfüllen mir geheime Wünsche,
die nach Zärtlichkeit und Glück,
doch wenn ich die Augen öffne
kehrt die Wirklichkeit zurück.
Irgendwann wird dieses Sehnen
nicht mehr zu verbergen sein,
du wirst in meinen Augen lesen
ich geh - und lasse dich allein.
Loszeit von druckfehler
Deine Schönheit, sagt er ihr, ist zeitlos. In die Hand
drückt er ihr den Strauß aus
bunten Blättern. Zeit
zu gehen, denkt das Mädchen und es schweigt.
Er läuft schon leicht gebückt, dabei hat er sein Leben lang
die Blätter nur vom Baum
gepflückt. Das Mädchen
schweigt und bleibt zurück; der Weg ist nicht mehr weit genug für zwei.
Nocturne von Lauschi
Bei Chopin, sagtest du einst,
während du die Tasten anschlugst,
wird mir immer warm ums Herz.
Und plötzlich ist sie wieder da -
kaum zu ertragende Wehmut in staubigen Räumen.
So muss Herbst klingen.
Töne schweben wie Blätter durch die Luft,
bevor sie langsam, fast anklagend,
zu meinen Füßen niedersinken.
Was bleibt, sind welke Erinnerungen
und der Staub auf deinem Klavier.
Verfolgung von tränchen
Nehmt eure Mistgabeln,
Steckt die Fackeln an,
Verfolgt mich durch die Nacht,
Bäume bilden einen Kreis.
Habt ihr, ihr Menschen, schon
das Feuer erglimmen lassen?
Mein Saum ist befleckt
von der nassen Erde,
die ihr beregnet habt,
mit eurem Stolz – deren Blut.
Bin ich die einzige Hexe,
die auf Erden wandert?
Ihr fesselt mich an einem Stamm,
Das Feuer schon ein Meter hoch,
lachend zeigt ihr eure Zähne,
vergilbt von euren unreinen Seelen,
Müsstet ihr nicht neben mir,
Hand in Hand, hier stehen?
Noch einmal von Mona Engel
Erwache in zerwühlten Kissen,
noch traumbeladen
in der Sehnsucht gefangen,
die mich zu dir führte.
Will mich fallen lassen,
wieder zurückgleiten
in die Träume,
um dir noch einmal
in Gedanken
so nahe sein zu können.
Soldatenfriedhof von Caty
Windgestromte Zeit.
Hoch stand
Der weiße Mond, als sie
Die Mädchen küssten.
Blutwellen.
Sie zählten das Leben
Nach Stunden, nicht Tagen,
Nicht Jahren.
Wehende Kreuze.
Unter Steine Gefallene.
Bebend hängt ein Lied
In den Birken.
Baumkronenrausch von jupiter
In Höhe sitzend
Fliegen
Trauben von Köpfen
die Zuckerwatte
lieben.
Flatterndes Haar im Wind,
zappelnder Schuh vom Kind,
Ketten sich drehen geschwind.
Den Vögeln beglückt
konkurrieren
in duftenden Mandeln
die Zeit
verlieren.
Bruzzelnde Pfannen wenden,
Pommes die niemals enden,
Leben in winzigen Händen.
Die Kronen der Bäume
berühren
Blätter vom Herbst
im Kreise
verführen.
Rauschende Sinne im Glück,
der Weg zur Kindheit zurück,
ein freudiges kurzes Stück.
Stalingrad von Vidar
Marschieren in Reih und Glied!
Zur Wolga, auf zu Stalins Stadt!
Rechte Deutsche zieht!
Nach Stalingrad, macht Hitler satt!
So ziehen sie, uniformiert,
Für den Führer, jenes Ungeheuer.
So ziehen sie, uninformiert,
Ostwärts, in das Fegefeuer.
Kämpft in Eis und Schnee!
Kämpft, kämpft bis zum Schluss!
Klaget jetzt nicht Weh!
Kämpft bis zum letzten Schuss!
So sterben sie, uniformiert,
Sinnlos, für Hitlers Saga.
So sterben sie, uninformiert,
In Stalingrad, erschöpft und mager.