Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ziehende Zeit
Fliedergeschrei,
Tage auf Schwalbenflügeln.
Vogeltage.
Leergeräumt der Tisch.
Leer das Gedächtnis, schwarzweißer
Winter, geschmolzen der taube Schnee,
Flammend vor Erinnerung. Dein sprödes Wort
Am vorletzten Tag.
Den Duft
Einer grauen Rose schick ich dir
In deine steinerne Stunde, da du
Mich für immer
Vergaßest.
El Patron
26.11.2008, 02:37
Boah, das trieft ja vor überflutung an semantischer dekadenz. leider nur. die form, so sehr sie auch in freier lyrik unterdrückt wird, spielt schon noch eine rolle, der ästhetische ansatz ist hier irgendwie fehl am platz. Und tote liebe und verdrängen sind leider inzwischen zu banale themen, als dass man sie mit dieser respktlosigkeit am wort behandeln dürfte. Sry, bin betrunken, ansonsten würde ich es würdigen, dass wenigstens mal ein gedicht in die nähe meiner vorstellungen von schönheit rutscht.
Lieber Patron,
ich verstehe nicht genau, worum es dir geht. Kannst du das auch mit einfachen Worten sagen? Was ist denn in deinen Augen semantische Dekadenz? Und "Respektlosigkeit am Wort"? Und dass die Trennung von Liebenden ein Standardthema der Lyrik ist - was ist dagegen zu sagen? Das kommt mir alles ein bisschen geklappert daher. Und wie kommst du darauf, dass der freie Vers keine Form habe? Irgendwas scheinst du in den falschen Hals gekriegt zu haben, wenn ich das verstehe, was ich verstehe. Wäre schön, wenn du dich dazu noch mal äußern könntest.
Liebe Grüße, Caty
P.S. Ja, das kommt dabei heraus, wenn man betrunken vorm Computer sitzt. Dann nimm wenigstens die Finger von der Tastatur.
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