Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich habe mir das Licht gewünscht
J.Livingston
12.01.2009, 19:53
Ich habe mir das Licht gewünscht
Heute und bis zur Nacht
Ich habe mir das Licht gewünscht
Doch selten das Licht gebracht
Von Dunkelheit verborgen
Ein Haus aus Gold zerbricht
Verdammt der glühende Morgen
Blind steht das Glück im Licht
tränchen
13.01.2009, 00:55
Ich habe mir das Licht gewünscht
Heute und bis zur Nacht
Ich habe mir das Licht gewünscht
Doch selten das Licht gebracht
das ich wünscht sich das licht, hat es selber aber selten gebracht. ist das so in deinem sinne, oder wolltest du ausdrücken, dass man dem ich selten das licht geracht hat? es ist schwer denn beiden kann man verstehen:
doch selten (habe ich) das licht gebracht oder
doch selten (wurde mir) das licht gebracht?!
da aber der vers vorher mit "ich habe" anfängt würde ich verstehen, dass es selbst selten das licht gebracht hat!
heute und bis zur nacht...gerade in der nacht braucht man das licht,gleich wofür es in deinem gedicht steht, ob liebe, wärme....bis zur nacht würde ich aber verstehen, dass sobald die nacht einbricht das licht nicht mehr gebraucht wird!
Von Dunkelheit verborgen
Ein Haus aus Gold zerbricht
Verdammt der glühende Morgen
Blind steht das Glück im Licht
obwohl das licht nur eine wunsch ist, hat das ich geschafft ein traumhaus zu erzeugen und weil das licht nicht kommt zerbricht das haus.
der letzte vers finde sehr kompliziert. das ich hat geschafft die nacht zu überstehen und das licht erscheint, verdammt es und ist geblendet und somit blind. es kann also das nicht das glück wirklich genießen bzw. erkennen.
ich finde dein gedicht teils schwer, aber es hört sich gut an!
Rotkehlchen
22.01.2009, 00:37
Also ich muss echt sagen....klasse Gedicht! Gefällt mir wirklich sehr!
Und die Aussage ist klar herauszulesen, wenn auch zuerst ein wenig versteckt.
Ich versuch mich mal ein wenig damit zu beschäftigen:
Licht kann so vieles bedeuten: Liebe, Wärme, einfach Gutes das man (anderen) getan hat.
In deinem Gedicht willst du eben solche Sachen erleben, willst Wärme spüren, die von außen kommt, von anderen. Und jetzt, wo du dir bewusst wirst, dass du das brauchst erkennst du, dass du selber nie wirklich oft Wärme (Licht) gegeben hast.
"Von Dunkelheit verborgen
Ein Haus aus Gold zerbricht" --> ich versuch es mal auf Menschen zu beziehen: Meinst du sowas wie: ein reicher Mensch, einer der wirklich alles hat kann nicht wirklich glücklich sein, wenn er im Dunkeln steht, sprich, wenn es ihm an Liebe (Licht) fehlt, an eigener Liebe, die er den anderen zu geben hat und auch an welcher, die er bekommt? Dieser zerbricht, weil er nie glücklich sein kann, denn wenn man jemanden glücklich macht, bekommt man das glück doppelt zurück. Also der reiche Mensch, der alles hat, kann nur dann nicht zerbrechen, wenn er liebt (also Licht hat) (und wer gibt der bekommt auch!). Meinst du das so?
Bei den letzten beiden Versen muss ich schon eher nachdenken...
"Verdammt der glühende Morgen" --> du verdammst den glühenden Morgen, weil er wieder Licht in die Dunkelheit (Nacht) bringt und das ärgert dich, weil es nicht das Licht ist, das du brauchst. Der Morgen tut sozusagen so, als ob er das ersehnte Licht bringt, dabei handelt es sich hier bei nur um die Helligkeit.
"Blind steht das Glück im Licht" --> Du wünschsst dir das Licht, weil du Sehnsucht nach ein bisschen Glück hast? Es heißt doch auch "Wer im Licht steht kann nicht leuchten". Und bei dir steht das Glück im Licht und weil es im Licht steht kann es nicht leuchten und du deswegen es nicht erkennen, kannst nicht nach ihm greifen. Aber wenn du Licht bekommen würdest hast du somit auch das Glück in der Hand.
Hast du "blind" nur als Ausdruck genommen um zu zeigen, dass das Glück (die Liebe, Wärme, die wir von anderen bekommen) in dem Licht gefangen ist und man es nicht sehen kann, weil es seine Leuchtkraft im Licht nicht zeigen kann? Habe ich das richtig verstanden?
Kurz:
Mensch will Licht.
Mensch erkennt, dass er selber selten Licht gegeben hat.
Mensch ist sich bewusst, dass man ohne Licht zerbricht und Nichts ist.
Mensch ärgert sich über Morgen, weil der Helligkeit und kein wirkliches Licht mitbringt.
Mensch erkennt er hat kein Glück, weil Glück im Licht ist und er kein Licht hat, es sich nur wünscht zu bekommen. Er weiß es existiert, aber er sieht es nicht.
Und die Moral von der Geschicht: "Wie du mir, so ich dir" - Ich gebe dir Licht, bekomme es von dir zurück, wovon man von Glück reden kann, weil man nicht alleine ist. Sprich, man zerbricht nicht, sondern glänzt mit dem Licht.
Ich finde dein Gedicht zum Ende hin schwer, aber man muss sich schließlich mit einem Gedicht auseinandersetzen. Wie heißts so schön: "Nicht das Ziel ist das schöne, sondern der Weg dorthin!" ;-)
Gute Arbeit! :-)
J.Livingston
24.01.2009, 21:26
Vielen Dank für eure antworten!
Kurz:
Mensch will Licht.
Mensch erkennt, dass er selber selten Licht gegeben hat.
Mensch ist sich bewusst, dass man ohne Licht zerbricht und Nichts ist.
Mensch ärgert sich über Morgen, weil der Helligkeit und kein wirkliches Licht mitbringt.
Mensch erkennt er hat kein Glück, weil Glück im Licht ist und er kein Licht hat, es sich nur wünscht zu bekommen. Er weiß es existiert, aber er sieht es nicht.
Damit hast du es genau auf den Punkt gebracht. Ich habe während ich das Gedicht geschrieben habe, nur versucht ein Gefühl auszudrücken, was mich irgendwie bewegt hat, mir war nich garnicht klar, was ich damit eigentlich ausdrücken wollte, jetzt weiß ichs!
Rotkehlchen
24.01.2009, 22:06
Na wunderbar, jetzt hast du dein Gedicht auch verstanden... *G* freut mich dir dabei geholfen zu haben... :-)
Aber ich kenne das, man schreibt und weiß eigentlich gar nicht was man damit genau sagen will....
Aber ich muss schon sagen es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht dein Gedicht zu analysieren!!!
ICH WILL MEEEHR!!! ;-)
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