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druckfehler
13.01.2009, 22:04
mundlos wollen wir drauf los reden, manchmal.
mundtot sind die anderen, die viel gesagt haben.
die wörter haben ihren mund getötet, das ist
wie mit dem leben, das den körper tötet, jeder
schritt, jeder tag, jede tat, gute und schlechte.

was wissen wir schon, wenn wir reden wollen.
sie haben viel gewusst, die toten, die die ohren der
anderen töteten und deshalb sterben mussten. das
nennen wir gerechtigkeit, wenn wir keine münder haben,
noch nicht reden können und auch nicht schweigen.

wer münder hat, der schweige! wollen wir ihnen
sagen, weil wir das gnade nennen.

tränchen
16.01.2009, 16:07
mmmh....schwer.....ich finde von deiner art nicht das beste, trotzdem versuche ich mich ein wenig damit zu beschäftigen.
mundlos wollen wir drauf los reden, manchmal.
mundtot sind die anderen, die viel gesagt haben.
die wörter haben ihren mund getötet, das ist
wie mit dem leben, das den körper tötet, jeder
schritt, jeder tag, jede tat, gute und schlechte..
ok es gibt viele die viel reden und deren wörter fast nichts bedeutend sind.

was wissen wir schon, wenn wir reden wollen.
sie haben viel gewusst, die toten, die die ohren der
anderen töteten und deshalb sterben mussten. .
ist eine wiederentwicklung der ersten strophe, die die viel reden haben zuhörer, die geduldsam die wörter anhörten
finde die ersten vers in verbindung mit dem zweiten fast sarkastisch. so fragst du was wir schon wissen und die die viel reden haben viel gewusst. die durch einen punkt nicht direkt geschriebe rhetorische frage impliziert das wir eigentlich nichts wissen, aber sie trotzdem redeten.

das
nennen wir gerechtigkeit, wenn wir keine münder haben,
noch nicht reden können und auch nicht schweigen.
man kann nicht alles sagen, aber man kann auch nicht schweigen, ich finde erst hier greifst du wirklich den titel in deinem gedicht auf, bei den vorherigen strophen habe ich die zensur nicht wirklich erkannt!

wer münder hat, der schweige! wollen wir ihnen
sagen, weil wir das gnade nennen.
ich bin mir nicht sicher ob es nun aus der sicht der zensur geschrieben ist?
ich könnte mir das irgendwie vorstellen, dass das lyr. ich welches diese aussagen spricht die zensur selbst ist. jedoch bei einingen anderen versen würde ich das nicht behaupten.
da bleibt mir immer noch ein großen fragezeichen?!

druckfehler
19.01.2009, 12:26
danke, dassdu dichdem gedicht angenommen hast. mit ein bisschen abstand finde ich es ehrlichgesagt selbst ziemlich schlecht :kratz:

unter den menschen mit mündern habe ich mir die vorgestellt, die wichtige, tiefsinnige dinge zu sagen haben/hatten, die aber gerade deshalb mundtot gemacht wurden.
die menschen ohne münder, die viel reden sind solche, die plappern, bei denen aber eigentlich nur unsinn rauskommt.
am ende steht der aufruf an die, die was zu sagen haben, zu schweigen, damit sie nicht durch zensur und verfolgung mundtot gemacht werden.
sollte aus der sicht eines totalitären regimes geschrieben sein. hoffe das machts verständlicher.

du hast schon recht, dass die sprechende person sehr zwiespältig redet... ist nicht so wirklich ausgereift... :D