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Rotkehlchen
20.01.2009, 22:16
Ich erinnere mich an den einen Tag,
an den Tag an dem es regnete – ein Regentag.
Ich weiß, wie ich in deinen Armen lag.
Für mich war dies kein Regentag.
Die Sonne schien, die Vögel sangen,
ein Schmetterling streifte meine Wangen
und gab mir sachte einen Kuss.
Gebettet in ein Meer aus Rosen
vergaß ich jeglichen Verdruss.
Ich träumte – ja – so in Gedanken,
wie liebliche Worte vom Himmel sanken
auf die weiche Erde nieder.
Doch die Worte, die ich hörte
wie Harfenklänge, Liebeslieder.
Wie das Lächeln eines Kindes
sich leis’ verbreitet in des Windes
Stimme – lass es Engel sein -
schaute ich in deine Augen.
Ich bin dein und du bist mein.
Für diesen einen Moment habe ich geglaubt ich werde geliebt.
Doch es blieb – ein Regentag.
druckfehler
21.01.2009, 22:21
Die Sprache gefällt mir, weil sie leicht und wie dahingesagt ist, stellenweise auch wie dahingeträumt.
Würde mir noch besser gefallen, wenn weniger rhythmische/metrische Brüche drin wären.
Wie das Lächeln eines Kindes
sich leis’ verbreitet in des Windes
Stimme – lass es Engel sein -Auch wenn es hier um einen Traum geht, das ist mir ein bisschen zu abgehoben... Was willst du damit aussagen?
Für diesen einen Moment habe ich geglaubt ich werde geliebt.Geht der Satz eventuelkl kürzer? Sonst würde ich ihn an deiner Stelle auf mehrere Zeilen aufteilen. Z.B. so:
In diesem einen Moment
habe ich geglaubt
ich werde geliebt.
Doch es blieb
ein Regentag.
Federling
22.01.2009, 21:02
Das Thema finde ich abgedroschen. Dein Gedicht finde ich jedoch sehr schön geschrieben. Daher finde ich es schade, dass die letzten Strophen
schaute ich in deine Augen.
Ich bin dein und du bist mein.
so gewöhnlich sind. Bin auf mehr gespannt.
Gruß
Federling
Ich finde auch, dass Du eine schöne Sprache verwendest.
Allerdings finde ich, Du solltest 2 Gedichte daraus machen. Das Dickgedruckte sagt genug aus, auch ohne die Einleitung und den Schluß. Nimmt man diese allerdings zusammen, kommt ein eigenes Gedicht raus, das auch für sich stehen kann. Beides will für mich nicht so recht zusammenpassen. Aber das ist meine objektive Meinung. Mach so wie Du denkst. :)
Ach ja und Willkommen!
Federling
22.01.2009, 21:28
Aber das ist meine objektive Meinung
Ich wusste gar nicht, dass eine eigene Meinung so objektiv sein kann :D
@topic: Ich find das Fettgdruckte überflüssig. (Hab das untere glatt überlesen) Muß Rivkas Meinung in ihrer Objektivität bestärken. 2 Gedichte draus zu machen wäre sicherlich nicht verkehrt.
Gruß
Federling
Ich wusste gar nicht, dass eine eigene Meinung so objektiv sein kann :D
Tja, Feder, wieder was dazugelernt. ;)
Rotkehlchen
23.01.2009, 14:40
So, erstmal vielen lieben Dank für eure Komplimente, Kritik und Verbesserungsvorschläge! :-)
Was ich vllt zu allererst mal klären sollte ist, dass der allg. Sinn dieses Gedichts das Täuschen in einer Liebe ist. Das Dickgedruckte ist das schöne, aber am Ende wird man sich bewusst, dass man sich getäuscht hat (ausgenutzt wurde,...) und es deswegen nur ein Regentag bleibt. (nur mal grob gesagt)
@ druckfehler:
Den Satz habe ich extra länger geschrieben, weil er sozusagen die Wende ist zwischen dem Schönen und der Erkenntnis, dass man sich getäuscht hat. Er sticht also als Wende zum eigentlichen Sinn hervor.
Wie das Lächeln eines Kindes
sich leis’ verbreitet in des Windes
Stimme – lass es Engel sein -
Wenn ich mir das richtig anschaue, dann hast du sicherlich Recht...ist vllt wirklich zu abgehoben...ich werde es nochmals überarbeiten :-)
Allerdings handelt es sich hier nicht wirklich um einen Traum. Es ist alles nur WIE ein Traum, was ich mit "Ich träumte - ja - so in Gedanken" ausdrücken wollte. Dadurch, dass diese lieblichen Worte, alles Schöne von der anderen Person nur gespielt sind (man hat sich ja getäuscht) ist das wie im Traum, trotz, dass die Worte wirklich gefallen sind. Aber, da sie nicht echt waren, war es wie als ob ich träumen würde.
@Federling:
Du meintest das dickgedruckte sei überflüssig....aber wenn ich das weglassen würde würde der Sinn abschwächen oder evtl. auch ganz verloren gehen. Weißt du was ich meine?
"Ich bin dein und du bist mein" .... ja auch das werde ich nochmals überarbeiten :-) ...da steckt mehr dahinter ... ist wirklich zu gewöhnlich... ;-)
@ Rivka:
Du meinst ich solle 2 Gedichte draus machen, beides würde nicht zusammenpassen....da würde ich wieder dasselbe wie bei Federling sagen...der eigentliche Sinn würde verloren gehen.
@Federling und Rivka:
Jetzt wo ihr den eigentlichen Sinn kennt...seid ihr immernoch der Meinung, ich solle das Gedicht teilen?
Federling
23.01.2009, 19:40
Naja, bin ja selbst schuld, dass ich nicht richtig hingeschaut habe. Altenative wär vll. noch kursiv. Aber mach das so wie es dir gefällt. Ich versteh auch, dass sich voneinander abheben soll. Finde ich im oberen Teil auch gut gelungen, im unteren Teil, vll. auch gerade durch den langen Satz, nicht ganz so gut. Das mit den zwei Gedichten draus machen wäre nur eine andere Möglichkeit. Vom Sinn her hab ich's mittlerweile auch verstanden :-)
Gruß
Federling
Rotkehlchen,
ja ich bin immer noch der Meinung, dass Dus trennen solltest. Und zwar deshalb, weil der Leserhythmus in dem Schönen und in dem Traurigen Teil anders sind. Im Schönen Teil verwendest Du Lyrik, während der Traurige Teil mir vorkommt wie ein Tagebucheintrag. Die Idee an sich ist gut. Wenn Du es schaffst, die beiden Kontraste in Einklang zu bringen, wird es richtig gut.
Wobei ich schon einsehe, dass eine Trennung, Deine Absichten zunichte machen würde.:)
Bin schon sehr gespannt, mehr von Dir zu lesen. :winke:
ogelique
01.02.2009, 18:27
Ich finde, dass die Rhythmusänderung sehr gut zu den beiden Gedichtteilen passt. Daran erkennt man ja zusätzlich noch, dass der eine Teil schön, leicht und eigentlich ein Traum ist, während der nicht-fett-gedruckte Teil die graue Realität widerspiegelt.
Mir gefällt das Gedicht wirklich gut, v. a. gerade diese Änderung im Fluss. Und der fett gedruckte Teil liest sich wunderbar.
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